Ich bekomme viele E-Mails und LinkedIn In-Mails – meist von Leuten, die mir das Blaue vom Himmel versprechen.

Sie hätten „den LinkedIn-Code geknackt“ und könnten mir in kürzester Zeit zu gaaaanz vielen neuen Kundenbeziehungen verhelfen.

Ich lächle da inzwischen nur noch müde.
Aber letzte Woche war’s soweit, da ist mir kurz der Kragen geplatzt.

Ein Absender wollte mich unbedingt in seinem Webinar sehen, um mir zu erklären, „welche Strategien und Maßnahmen bei unseren gut 4000 Kunden in den letzten Jahren und Monaten am besten funktioniert haben“.

Natürlich kostenlos. Natürlich mit limitierter Platzanzahl. Und: „Bitte sofort registrieren!“

Das Problem?

  • Rechtschreibfehler im Text.
  • Mein Name falsch geschrieben.
  • Und zur Krönung: eine Einladung im September zu einem Webinar, das im Mai schon stattgefunden hatte.

Klassischer Copy/Paste-Fail.

Ganz ehrlich:
Kann man nicht wenigstens ein Mindestmaß an Sorgfalt erwarten, wenn man die Aufmerksamkeit anderer gewinnen will?

Angeblich ist doch heute alles KI. Und trotzdem schaffen es viele nicht einmal, die Basics hinzubekommen. Rechtschreibung, Datum, Ansprache sind doch das A und O, oder etwa nicht?

Ich frage mich:
Bin ich zu empfindlich, oder ist das einfach ein Zeichen von mangelndem Respekt und Professionalität?

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