Kürzlich in einem NIS-2-Workshop mit dem Management eines Kunden.
Thema: Meldepflichten bei IT-Sicherheitsvorfällen.

Seit kurzem gibt es das zentrale BSI-Portal für die Meldung von Sicherheitsvorfällen – gut und richtig. Doch dann kam die entscheidende Frage aus dem C-Level:

Was passiert, wenn ein IT-Sicherheitsvorfall zugleich personenbezogene Daten betrifft?

Reicht die Meldung beim BSI, oder müssen wir zusätzlich die Datenschutzaufsicht informieren?

Die kurze Antwort: Nein, eine Meldung reicht nicht.
Die lange Antwort ist genau das Problem.

Für NIS-2-regulierte Unternehmen läuft die Meldung über das BSI-Portal.
Für Datenschutzvorfälle hingegen sind die Landesdatenschutzbehörden zuständig, abhängig vom Hauptsitz des Unternehmens.

Ergebnis:
unterschiedliche Zuständigkeiten
unterschiedliche Portale
unterschiedliche Registrierungen
kein Datenaustausch

Aktuell gibt es keine mir bekannte Möglichkeit im BSI-Portal parallel eine Meldung an die zuständige Datenschutzbehörde abzusetzen oder aus einem Datenschutz-Meldeportal direkt das BSI zu informieren.

Aus Management-Sicht stellt sich daher die strategische Frage:
→ Wie stellen Unternehmen heute sicher, dass sie im Ernstfall nichts übersehen?

Meine Frage an Sie – insbesondere an CISOs, CIOs, CFOs & CEOs:

Wäre ein solcher „One-Stop-Meldeprozess“ aus Ihrer Sicht sinnvoll,
oder sogar notwendig? Ich freue mich auf Ihre Ansichten.

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