Maßnahmen in kleinen und mittleren Organisationen, die der Steigerung der IT-Sicherheit dienen, werden vielfach durch die öffentliche Hand gefördert. Um die Cyber-Resilienz dieser Unternehmen zu stärken, bieten verschiedene staatliche Ebenen in Deutschland Förderprogramme an. Diese Programme sind darauf ausgerichtet, die finanzielle Last der Implementierung fortschrittlicher IT-Sicherheitsmaßnahmen zu erleichtern und somit die Wirtschaft insgesamt zu stärken.

Seit 1.4.2024 haben wir bei TEN Information Management eine neue Kooperation mit einem spezialisierten Fördermittelberater gestartet. Dieser berät unsere Kunden im Hinblick auf verfügbare Fördermöglichkeiten. Im Folgenden geben wir einen kurzen Überblick über die verschiedenen Programme. Alle Angaben betreffend der Förderhöhe und der Programme selbst erfolgen dabei ohne Gewähr, da sich die Bedingungen ändern oder Fördertöpfe auch aufgebraucht sein können.

Bundesweite Förderung

Auf Bundesebene steht KMUs das Programm „go-digital“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) zur Verfügung. Dieses Programm unterstützt Unternehmen bei der Digitalisierung von Geschäftsprozessen, einschließlich der Verbesserung der IT-Sicherheit. Gefördert werden Beratungsleistungen in drei Modulen, wovon eines speziell auf IT-Sicherheit ausgerichtet ist. Kleine und mittlere Unternehmen können hier einen Zuschuss von bis zu 50 Prozent der Beratungskosten, maximal jedoch 16.500 Euro pro Beratung, erhalten.

Länderspezifische Förderprogramme

Neben den bundesweiten Angeboten existieren auch in vielen Bundesländern spezielle Förderprogramme, die sich auf IT-Sicherheit konzentrieren. Beispielsweise bietet das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie das Programm „Digitalbonus Bayern“ an. Dieses Programm zielt darauf ab, die Digitalisierung in kleinen und mittleren Unternehmen zu fördern. Es unterstützt unter anderem Investitionen in IT-Sicherheitstechnologien und -dienstleistungen mit Zuschüssen oder zinsverbilligten Darlehen.

Förderungen durch die EU

Auch die Europäische Union unterstützt KMUs bei der Verbesserung der IT-Sicherheit durch verschiedene Fonds und Initiativen. Zum Beispiel kann über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanzielle Unterstützung für Projekte zur Erhöhung der IT-Sicherheit in KMUs beantragt werden. Diese Mittel werden oft in Zusammenarbeit mit den lokalen Wirtschaftsförderungen vergeben und sind daher regional unterschiedlich verfügbar.

Antragsstellung und Voraussetzungen

Um von diesen Fördermöglichkeiten profitieren zu können, müssen Unternehmen bestimmte Voraussetzungen erfüllen, wie beispielsweise eine bestimmte Unternehmensgröße nicht zu überschreiten oder den Nachweis über die Notwendigkeit der geplanten IT-Sicherheitsmaßnahmen zu erbringen. Die Antragsstellung erfolgt meist digital über die jeweiligen Plattformen der Programme. Es ist empfehlenswert, sich frühzeitig über die spezifischen Anforderungen und Fristen zu informieren und gegebenenfalls fachkundige Beratung in Anspruch zu nehmen.

Die Förderung der IT-Sicherheit in KMUs ist ein wichtiger Bestandteil der Wirtschaftsförderung. Die verfügbaren Förderprogramme der öffentlichen Hand spielen eine entscheidende Rolle dabei, die finanziellen Hürden für die Implementierung solider Sicherheitsmaßnahmen zu überwinden und so die digitale und wirtschaftliche Resilienz zu stärken.

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